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Bundesliga 01/02 - Dortmund - München

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Alle Informationen zum Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München findet Ihr nachfolgend.

Bericht auf der offiziellen Homepage:

Im Gefühl des Sieges gab sich Ottmar Hitzfeld generös. „Unser Sieg war ein wenig glücklich“, bekannte der Bayern-Trainer nach dem 2:0-Erfolg seiner Mannschaft im Westfalenstadion.

„Wir haben verdient verloren“, sagte dagegen Matthias Sammer – und beide hatten mit ihrer augenscheinlich konträren Einschätzung recht. Die Wahrheit lag wie so oft in der Mitte.

Die Bayern machten aus zwei halben Chancen zwei Tore, die dritte und einzig wirklich zwingende Möglichkeit (Jancker scheiterte am glänzenden reagierenden Lehmann) ließen sie dagegen ungenutzt. Beim 0:1 landete der Ball auf Umwegen bei Salihamidzic, der – wenn er eingesetzt wird – scheinbar immer gegen den BVB trifft: viertes Tor im vierten Spiel in Folge. Beim 0:2 war Santa Cruz Nutznießer eines Abprallers, der in 99 von 100 Fällen irgendwo landet, aber nicht direkt vor den Füßen eines frei stehenden Angreifers.

„Die Tore haben wir im Prinzip selbst geschossen. Wir haben bereits im Vorwärtsgang den Ball leichtfertig verloren. Wenn man versucht, den Gegner zu tunneln, dann rächt sich so etwas manchmal“, ärgerte sich Sammer über zwei saublöde Gegentore, die, wären sie nicht gefallen, ein 0:0 bedeutet hätten, über das in Dortmund aber auch niemand so recht froh geworden wäre.

Zu umständlich im Spielaufbau, zu langsam, zu statisch, zu ideenlos hatte sich der BVB im dritten Heimspiel der Saison präsentiert, den Weg mit hohen Bällen durch die Mitte gesucht statt über Außen bis zur Grundlinie zu spielen und dann in den Rücken der Abwehr zu flanken. „Wir wollten ständig den tödlichen Pass spielen. Wir waren auf der Suche nach dem goldenen Ei“, haderte Sammer.

19:7 Torschüsse, 56 Prozent Ballbesitz und knapp mehr als die Hälfte der Zweikämpfe gewonnen – diese Zahlen sprachen für die Borussen, das Ergebnis aber für die Bayern, die sich deutlich weniger Fehlpässe (56 im Vergleich zu 69) gestatteten und im Gegensatz zum Spiel im April die Grenze des Erlaubten nur selten sprengten. 25 Foulspiele der Borussen wurden gepfiffen, 22 der Bayern. „Die Bayern zeigten große Effektivität, verwerteten ihren einzigen Torschuss vor der Pause zum 1:0 und nutzten die erste Torchance nach dem Wechsel zum zweiten Treffer“, vermelden die Statistiker von imp.

„Das Spiel zeigt, dass es falsch ist, uns Höhenflüge einzureden. Wir können das vom Kopf her noch nicht verarbeiten. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“, sagte Sammer und sprach von einem Prozess des kontinuierlichen Aufbaus. In der kommenden Woche stehen in Kiew (Dienstag) und Schalke (Samstag) zwei weitere schwere Aufgaben an.

 

Borussia Dortmund – FC Bayern München 0:2 (0:1)
BVB: Lehmann – Wörns, Kohler – Evanilson, Reuter, Ricken, Oliseh, Dede – Rosicky – Koller, Amoroso
FC Bayern: Kahn – Sagnol, Kuffour, Linke, Lizarazu – Fink, Sforza, N. Kovac – Salihamidzic, Jancker, Santa Cruz
Einwechselungen: 70. Bobic für Kohler - 46. Hargreaves für Sforza, 78. Pizarro für Jancker und Thiam für Santa Cruz.
Tore: 0:1 Salihamidzic (22., Vorarbeit Sforza), 0:2 Santa Cruz (58.,Vorarbeit Jancker) Eckstöße: 5:4 (1:2) , Chancenverhältnis: 6:4 (2:1)
Schiedsrichter: Lutz Michael Fröhlich (43) aus Berlin Rote Karten: keine, Gelb-Rote Karten: keine, Gelbe Karten: Wörns - Fink, Kuffour
Zuschauer: 68.600 (ausverkauft)
Wetter: Wechselhaft, 15 Grad

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